Warum so oft ein Kontaktabbruch?




Eure Erfahrungen in Liebesdingen...ganz allgemein und nicht spezialisiert...

Warum so oft ein Kontaktabbruch?

Beitragvon Favole » 21.01.2012, 23:08

Hey ihrs.

Ich mal wieder, nach sehr langer Zeit. Hoffe ich werde endlich mal etwas mehr aktiv ^^

Aber naja, ich schreibe wegen etwas anderem.

Und zwar habe ich jetzt mehr und mehr bemerkt, dass Lehrpersonen meistens den Kontakt mit uns abbrechen.
Aber warum ist das denn so?

Habt ihr Vermutungen oder Ahnungen und wisst ihr vlt sogar warum?

Ich für meinen Teil denke, dass die Lehrer einfach entweder wissen, dass es keine Chance hat und sich deshalb manchmal einfach nur losreißen wollen, es einfach verdrängen wollen.
Andere sind einfach überfordert und haben Angst.

Aber es gibt doch bestimmt noch andere Gründe.

Was meint ihr denn?
Augen sind der Spiegel der Seele. Ich schaute in deine Augen und sah meine Seele...
Wir haben uns nicht gesucht und doch gefunden. Was soll nur aus uns werden?
Ich glaube, ich weiß es, denn dieses Leben ist nicht für uns bestimmt.
Ich sollte mich freuen, weil ich weiß, dass es dich gibt und ich dich gefunden hab.
Danke für alles!
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Re: Warum so oft ein Kontaktabbruch?

Beitragvon Cocula » 22.01.2012, 00:16

Also ich bin grad in einer solchen Situation, und ich denke, dass die Betroffenen (Lehrer) einfach Angst haben, dass da mehr folgt, dass wir trotz der Aussage, dass es nicht geht und dass dan nicht mehr ist, weitermachen, es dann erst recht verzweifelt versuchen ... oder vielleicht ist es auch die Angst, uns zu verletzen, sodass wir irgendwelche unkontrollierten Dinge tun.
Evtl. kann ich demnächst mehr tatsächliches Feedback dazu geben, auch wenn ich denke, dass mein Kontakt nicht abbricht.
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Re: Warum so oft ein Kontaktabbruch?

Beitragvon mainstreeteyes » 22.01.2012, 02:01

Den Eindruck, dass die meisten gleich den Kontakt abbrechen, habe ich eigentlich gar nicht. Vielleicht kannst du das besser beurteilen, ich habe ja noch gar keinen Zugriff auf den 'innersten Kreis' des Forums :wink:

Das Problem (oder auch das Schöne daran!) ist: Lehrer sind auch nur Menschen, obwohl manche frustrierte Schüler das gerne leugnen.
Ein Lehrer, der persönlich und/oder beruflich sehr unsicher (und damit einhergehend, unerfahren) ist, wird eher Schwierigkeiten haben mit der Situation umzugehen, als ein erfahrener Mensch, der noch dazu privat mit sich selbst im Reinen ist.
Werden sie dann mit einem Geständnis seitens einer Schülerin konfrontiert, sind sie überfordert und wissen nicht, was sie sagen und wie sie reagieren sollen, haben Angst und Schuldgefühle (wenn sie bisher keine Ahnung hatten, dass betroffene Schülerin in sie verliebt ist - 'Hätte ich die Anzeichen nicht schon längst erkennen müssen?; wenn sie ein besonders inniges, freundschaftliches Verhältnis zu ihr hatten - 'Habe ich sie durch mein Verhalten dazu ermutigt, hätte ich es verhindern können?').
Dann, je nach Persönlichkeit des Mädchens (oder des Jungens, ich will ja nicht so einseitig sein :D ), fürchtet er sich vor möglichen Konsequenzen für sein Gegenüber und sich selbst - wissen vielleicht schon andere davon, sind Gerüchte im Umlauf? Die Schülerin könnte sich erhofft haben, er würde ihre Gefühle erwidern, wozu ist sie aus enttäuschter Liebe fähig, will sie sich an ihm rächen? Bekommt sie psychische Probleme?
Er trägt immerhin bis zu einem gewissen Grad Verantwortung für sie, und wenn er nicht weiß, wie er sich verhalten soll, erscheint es ihm als das Ratsamste, sich ganz aus der Sache zurückzuziehen, vielleicht, sollte dann doch etwas passieren, um jegliche Schuld von sich weisen zu können (sein Job und seine Familie könnten immerhin darunter leiden); vielleicht, weil er denkt, dass es der Schülerin hilft, sich zu 'entlieben' und sie gar nicht erst auf 'dumme Gedanken' kommt.

Mit dem Wissen über ihre Gefühle wird der normale Umgang zur Gratwanderung - wo zieht man die Grenze zwischen bloßer Freundlichkeit und Aktionen, die sie durch ihre rosarote Brille als 'mehr' interpretieren könnte?
Der Lehrer muss schon einiges an Feingefühl und Professionalität aufbringen, um die Schülerin weiterhin wie alle anderen auch behandeln zu können.

Ich halte so einen kompletten Kontaktabbruch für keine gute Idee. Bei manchen Menschen mag es ja dazu führen, die unglückliche Liebe besser verarbeiten zu können, wenn sie das Subjekt der Begierde nicht täglich sehen müssen - aber ich wäre beispielsweise überhaupt nicht damit klar gekommen, hätte mich im Stich gelassen gefühlt.
Wenn der Lehrer hingegen signalisiert, dass er einen selbst und seine Gefühle ernst nimmt und versteht, dabei jedoch deutlich klar macht, dass er diese nicht erwidert und eine solche Beziehung unmöglich ist, hilft das vermutlich den meisten, es zu akzeptieren. Perfekt, wenn er dann auch noch anbietet, jederzeit mit ihm reden zu können, wenn einen etwas bedrückt, und man genauso behandelt wird wie vor dem Geständnis. Dann bereut man dieses auch nicht oder hat das Gefühl, etwas wirklich Schlimmes getan zu haben. =Bilderbuchreaktion :wink:
It isn't possible to love and part. You will wish that it was. You can transmute love, ignore it, muddle it, but you can never pull it out of you.
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Re: Warum so oft ein Kontaktabbruch?

Beitragvon Pianofreak1993 » 04.02.2012, 00:01

mainstreeteyes hat geschrieben:Den Eindruck, dass die meisten gleich den Kontakt abbrechen, habe ich eigentlich gar nicht. Vielleicht kannst du das besser beurteilen, ich habe ja noch gar keinen Zugriff auf den 'innersten Kreis' des Forums :wink:

Das Problem (oder auch das Schöne daran!) ist: Lehrer sind auch nur Menschen, obwohl manche frustrierte Schüler das gerne leugnen.
Ein Lehrer, der persönlich und/oder beruflich sehr unsicher (und damit einhergehend, unerfahren) ist, wird eher Schwierigkeiten haben mit der Situation umzugehen, als ein erfahrener Mensch, der noch dazu privat mit sich selbst im Reinen ist.
Werden sie dann mit einem Geständnis seitens einer Schülerin konfrontiert, sind sie überfordert und wissen nicht, was sie sagen und wie sie reagieren sollen, haben Angst und Schuldgefühle (wenn sie bisher keine Ahnung hatten, dass betroffene Schülerin in sie verliebt ist - 'Hätte ich die Anzeichen nicht schon längst erkennen müssen?; wenn sie ein besonders inniges, freundschaftliches Verhältnis zu ihr hatten - 'Habe ich sie durch mein Verhalten dazu ermutigt, hätte ich es verhindern können?').
Dann, je nach Persönlichkeit des Mädchens (oder des Jungens, ich will ja nicht so einseitig sein :D ), fürchtet er sich vor möglichen Konsequenzen für sein Gegenüber und sich selbst - wissen vielleicht schon andere davon, sind Gerüchte im Umlauf? Die Schülerin könnte sich erhofft haben, er würde ihre Gefühle erwidern, wozu ist sie aus enttäuschter Liebe fähig, will sie sich an ihm rächen? Bekommt sie psychische Probleme?
Er trägt immerhin bis zu einem gewissen Grad Verantwortung für sie, und wenn er nicht weiß, wie er sich verhalten soll, erscheint es ihm als das Ratsamste, sich ganz aus der Sache zurückzuziehen, vielleicht, sollte dann doch etwas passieren, um jegliche Schuld von sich weisen zu können (sein Job und seine Familie könnten immerhin darunter leiden); vielleicht, weil er denkt, dass es der Schülerin hilft, sich zu 'entlieben' und sie gar nicht erst auf 'dumme Gedanken' kommt.

Mit dem Wissen über ihre Gefühle wird der normale Umgang zur Gratwanderung - wo zieht man die Grenze zwischen bloßer Freundlichkeit und Aktionen, die sie durch ihre rosarote Brille als 'mehr' interpretieren könnte?
Der Lehrer muss schon einiges an Feingefühl und Professionalität aufbringen, um die Schülerin weiterhin wie alle anderen auch behandeln zu können.

Ich halte so einen kompletten Kontaktabbruch für keine gute Idee. Bei manchen Menschen mag es ja dazu führen, die unglückliche Liebe besser verarbeiten zu können, wenn sie das Subjekt der Begierde nicht täglich sehen müssen - aber ich wäre beispielsweise überhaupt nicht damit klar gekommen, hätte mich im Stich gelassen gefühlt.
Wenn der Lehrer hingegen signalisiert, dass er einen selbst und seine Gefühle ernst nimmt und versteht, dabei jedoch deutlich klar macht, dass er diese nicht erwidert und eine solche Beziehung unmöglich ist, hilft das vermutlich den meisten, es zu akzeptieren. Perfekt, wenn er dann auch noch anbietet, jederzeit mit ihm reden zu können, wenn einen etwas bedrückt, und man genauso behandelt wird wie vor dem Geständnis. Dann bereut man dieses auch nicht oder hat das Gefühl, etwas wirklich Schlimmes getan zu haben. =Bilderbuchreaktion :wink:


Ich schließe mich deiner Meinung an
Ich bin mir 100 % sicher, dass mein Lehrer von meinen Gefühlen weiß, und dennoch macht er keinen Kontaktabbruch. Im Gegenteil
unser Verhältnis wird immer besser!
Ich finde aber auch, das ein Kontaktabbruch meistens nur das gegenteil bewirkt
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Re: Warum so oft ein Kontaktabbruch?

Beitragvon seadreamer » 03.03.2012, 00:05

Ich denke, es kommt immer auf den jeweiligen Schüler, bzw. die Schülerin an.
Ein Kontaktabbruch enttäuscht denjenigen, der sich verliebt hat. Eine klare Abfuhr an den jenigen eigentlich...
Das macht es einfacher ihn, also den Lehrer zu vergessen jnd sich anderweitig zu orientieren.

Am Anfang bewirkt es wahrscheinlich das genaue Gegenteil...ist bei mir momentan grad so.
Aber wenn man denjenigen nicht sieht, nicht redet, schreibt, dann beschäftigt man sich auch nicht mit ihm und...vergisst ihn, wie gesagt.
Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
(Friedrich Nietzsche)
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Re: Warum so oft ein Kontaktabbruch?

Beitragvon Lilly-Herz » 02.04.2012, 14:16

Ich könnte mir vorstellen, dass nach einem Geständnis der Lehrer schlichtweg überfordert ist.
Ich weiß es natürlich nicht genau, aber wahrscheinlich bekommen Lehrer nicht jeden Tag eine Liebeserklärung von einer Schülerin/einem Schüler und wissen einfach nicht damit umzugehen.
Es ist auch wesentlich leichter die Sache einfach zu untergraben, anstatt Gespräche mit der Schülerin zu führen. Zumal da auch falsche Hoffnungen geweckt werden können etc.
Wobei ein Kontaktabbruch wohl wirklich keine feine Art ist, denn da lebt es sich für betreffenden Schüler sicher auch nicht leichter :x
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