Eure damaligen Gedanken




Eure Erfahrungen in Liebesdingen, auch unabhängig von euren pädagogischen Problemen. Schreibt eure Vorstellungen bitte im Bereich Who You Are!

Eure damaligen Gedanken

Beitragvon Rainbow » 13.01.2013, 23:27

Hallo zusammen :)
Mich würde mal interessieren, wie war es bei euch als ihr wusstet ,dass ihr euch nun wirklich in eure/n LehrerIn verliebt habt?
Was habt ihr damals darüber gedacht, gefühlt etc.?Wie war es mit euren Freunden?

Ich selbst nämlich kam damit überhaupt nicht klar.Ich hab diese Gefühle für ihn gehabt, mir aber immer selbst Ausreden gesucht sowas wie: Das hat nichts mit Verliebt sein zu tun, er ist einfach ein cooler Lehrer etc.Als ich es dann einfach nicht mehr leugnen konnte, war es echt schlimm.Ich dachte wie unnormal und widerlich ich sei.Dass ich doch die einzige bin die immer so einen Mist baut.Mittlerweile ist mir schon klar, dass niemand was für seine Gefühle kann und es nicht widerlich oder unnormal ist sich in einen Lehrer zu verlieben.Aber die erste Zeit verlief bei mir nicht so ,wie man sich eigentlich eine normale Anfangs-Verliebtheits Zeit vorstellt, ganz im Gegenteil.Liebe sollte doch eigentlich ein schönes Gefühl sein und gleich als ich mich das erste Mal ernsthaft verliebe ist es ein Lehrer...

Als ich es dann nach langer Zeit meinen Freundinnen erzählt habe, waren sie erst richtig geschockt,konnten es nicht glauben.Wir reden auch nicht drüber, sie wollen es nicht so wirklich,blocken ab wenn ich von ihm rede.Ich will ja nicht über meine Gefühle reden sondern einfach nur über ihn,was im Unterricht immer passiert ist an lustigen Dingen oder sonstiges.Über andere Lehrer machen wir es ja auch immer.Aber sie ignorieren nur und als ich dann mal nen Vergleich gezogen habe (Der Kerl hat doch die selben Haare wie Herr ...) meinte sie total genervt ich soll aufhören immer über ihn zu reden.. sehr einfühlsam. :/

Deshalb würde mich mal sehr interessieren wie es bei euch verlief und ob ich wirklich nur ein Einzelfall bin :D

LG Rainbow
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

(Antoine de Saint-Exupery-Der kleine Prinz)
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon Maddy » 13.01.2013, 23:37

Das Problem ist, dass deine Freunde es eigentlich nicht verstehen oder gar nicht verstehen wollen, glaube ich.
Sie sehen ihn nicht so wie du, sondern nur einen älteren Herren und fragen sich wie man in so jemanden
verliebt sein kann. :( Sie sind dafür aber nicht zu verurteilen. Sie haben einfach nur eine andere Sicht der Dinge.
Doch ich finde trodzdem sie sollten dir wenigstens zuhören und versuchen empathisch zu sein. Das ist zumindest
das, was ich von Freunden erwarte (dashalb habe ich wohl auch nur zwei Freunde, die Freaks sind so wie ich XDD).

Hmm, zu meien Gefühlen. Ich glaube ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern. Ich war anfangs traurig habe es wohl auch ein bisschen verdrängt,
aber wurde immer glücklicher darüber, habe mich gefreut wenn er da war. Als unnormal habe ich es noch nie entfunden. Schließlich ist er ein Mensch, ein großartiger Mensch, den man durchaus lieben kann!
Er bringt mich oft zum weinen, aber dafür kann er nichts ... Ok manchmal würde ich ihm gerne einen Stuhl über den Koft ziehen, aber
das ist eine andere Geschichte. :lol:

LG : :mrgreen:
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon Fielly » 13.01.2013, 23:45

Also bei mir war es so, dass ich (klingt doof) es erst gar nicht bemerkt habe. Das war ein sehr, sehr schleichender Prozess der Erkenntnis. Und auch meine Zuneigung zu ihm hat sich langsam entwickelt. Genau genommen habe ich ihn zu Beginn überhaupt nicht leiden können. :lol:
Als ich bemerkte, dass ich mich immer darauf freue, ihn im Unterricht zu haben, hab ich das auf den (zuckersüßen) Praktikanten geschoben, der damals immer mit von der Partie war. Als er dann ging, hat meine Vorfreude aber nicht nachgelassen. Außerdem war ich immer sehr nervös, wenn ich etwas vorgelesen oder gesagt habe, hab noch stärker gezittert als sonst und habe heftiges Herzklopfen bekommen, wenn er mich aufgerufen oder mit mir gesprochen hatte. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem ich es mir langsam eingestanden habe. Allerdings ging das auch eher prozessmäßig von statten: Lehrer -> Lieblingslehrer -> möchte immer mit ihm sprechen -> empfinde wohl (zu) viel für ihn. - So in etwa.
Meine Gedanken dazu waren hauptsächlich, dass ich sehr genervt über mich selbst war. Da kamen dann so Fragen auf, wie: "Warum Er?" und "Warum muss sowas wieder ausgerechnet mir passieren?". Zeitweise bin ich dann im Selbstmitleid versunken, aber ich mochte ihn, trotz durch und durch negativer Gedanken, von Tag zu Tag lieber. Und sein Verhalten hat meinen Gefühlen auch nicht unbedingt entgegengewirkt.
Solche Gedanken wie du, von wegen, dass es irgendwie "eklig" ist, hatte ich nie. Im Gegenteil. Ich fand's zwar auch nicht so normal, dass sich eine Schülerin in einen Lehrer "verliebt" (falls man in meinem Fall davon sprechen kann), was aber auch daran liegt, dass ich mich vorher nie mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Wenn ich mal davon gehört hab meinte ich immer: "Sowas passiert mir nie!". Ich habe nie sonderlich große Sympathie für irgendwelche Lehrer gehegt. Seit ich auf meiner jetzigen Schule bin schon eher. Da hab ich schon ein paar Lieblinge, weil ich sie einfach als Menschen unglaublich schätze.
Meine Gefühle für ihn sind mittlerweile Alltag geworden. Ich finde sie nicht weniger komisch, als ich die Liebe im allgemeinen finde.
Jaaa, viel Gelaber um den heißen Brei meinerseits. :D Hab mich wohl ein bisschen im Thema verrannt...
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon Schattenpfote » 14.01.2013, 00:17

Hmm :D wenn ich zurückdenke...also entweder hat mein Gedächtnis weiteres gelöscht oder es war wirklich nur diese Situation, die ich noch weiß :D

Wir hatten an dem Tag Sportfest. Ich hab ihn schon immer gemocht, aber ich hatte ihn längst nicht im Unterricht.
Ich komme so den Weg entlang, Richtung Schule (ich wohn nahe der Schule) und seh da jemanden rauchen, bisschen abseits und so und unweit rennen Kinder den Ausdauerlauf (joa, die jüngeren Klassen durften eher in die Schule :D). Wer raucht da? er! Gut ich gehe einen Umweg, ich hasse Rauchgeruch und war irgendwie enttäuscht. Allerdings hab ich die ganze Zeit über ihn geredet, meine Freunde gefragt, ob die gewusst haben, das der raucht und so... Dann mussten wir zum Ausdauerlauf, hatten aber noch Zeit und ich bin mit einer Freundin zu ihm, weil er Aufsicht an der Strecke hatte. Wir wollten allerdings nur wissen, ob der nach Rauch riecht und ich hab mich dann neben ihn gestellt (er hatte immer mal nen Kaugummi in den Mund gesteckt) und geredet. Er hat mir dann Viel Glück und "Du schaffst locker 3 Minuten" gesagt und das war irgendwie toll.
Nachm Sportfest wollte ich weiter mit ihm reden und auf ihn warten (mit derselben Freundin) und dann sagte sie so spaßig gemeint Sag mal bist du in den verliebt? :D und dann so bääähm. Ich hab die nur angestarrt und dann auf ihn gestarrt, da er grad vorbeikam. Und dann einfach nur noch gestarrt, als ich zusammen mit ihr zu mir nachhause lief. Ich hab verwirrt gestarrt. Sie gegrinst.

Joa ich war perplex, hatte ich mich verliebt, weil sie das gesagt hat? Oder hab ich es da erst gemerkt...ich mein, es war ein Tag und schon wollte ich nur bei ihm sein und Aufmerksamkeit. Das ist doch dumm oder?! ich mein, halloo?!
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon mainstreeteyes » 14.01.2013, 00:38

Passt gerade gut, das Thema, bin nämlich dabei,in meinen älteren Beiträge herumzulesen.
Damals (obwohl nur ein Jahr dazwischenliegt) war diese Anfangszeit noch näher *michzitierenmuss*

mainstreeteyes hat geschrieben:Ich konnte ihn allmählich immer besser leiden, es war kein spontanes verlieben oder gar Liebe auf den ersten Blick (gibts das?), sondern ist mit jedem Mal, das ich ihn gesehen habe, mehr geworden.
So richtig gerafft habe ich es das ganze erst etwa eineinhalb Jahre später, vielleicht wollte ich es auch nicht wahrhaben und hab es verdrängt, so etwa in der Art ,,In einen Lehrer verlieben, sowas kann doch MIR nicht passieren!". Ich habe mich dafür richtiggehend gehasst und wahrscheinlich geahnt, dass mir meine Gefühle noch Probleme bereiten würden.


Bei mir war's auch eine 'BÄÄÄM' - Erkenntnis. Sehr romantisch, im Supermarkt. Ich weiß wirklich nicht mehr, wie es dazu gekommen ist, aber auf einmal ist es beim Gemüsekaufen über mich gekommen. 'Ich liebe einen Lehrer.' Danach war mir richtig schlecht und alles hat sich gedreht.
Lehrerliebe war für mich ein sehr deutliches Tabu, etwas, für das man sich schämen und verstecken musste. Es gab uns Schüler uns es gab die Lehrer, und in meiner Vorstellung sollten die beiden Gruppen möglichst wenig miteinander zu tun haben. Eine persönliche Beziehung zu einem Lehrer war mir in der Zeit vor ihm undenkbar.

Zum Glück hat sich meine Einstellung mittlerweile grundlegend geändert.
It isn't possible to love and part. You will wish that it was. You can transmute love, ignore it, muddle it, but you can never pull it out of you.
E.M. Forster
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon Kaulquappe » 14.01.2013, 21:34

Also bei mir wars so:
Als ich ihn 2 Wochen nach meiner allerersten Begegnung mit ihm wieder gesehen habe, war ich total geflasht von ihm. Erst hab ich mir nicht viel dabei gedacht, aber ich konnte seit dem nicht mehr aufhören an ihn zu denken.
Hab gerade nochmal in meinem Tagebuch nachgelesen. Ich hatte damals das über meinen Ex-Englischlehrer (und Ex-Lehrerschwarm) geschrieben: "Dieses bestimmte Gefühl, das er in mir ausgelöst hat, hat mich zunächst verwirrt. Es war so eine Wärme, eine glückliche Aura, die er ausgestrahlt hat und die auch mich irgendwie glücklich gemacht hat. In seiner Nähe habe ich mich gut aufgehoben gefühlt. Deshalb hab ich auch eine Zeit lang gedacht, dass ich mich verliebt habe, was ich aber nicht verstehen konnte." Bei IHM hab ich dann geschrieben, dass die Gefühle so ähnlich sind. Aber so richtig kapiert hab ich nicht, dass ich in ihn verliebt bin. Erst nach ein paar Wochen kamen mir erste Bedenken: "Irgendwie denk ich manchmal wirklich, dass ich in ihn verliebt bin." Und ca. noch eine Woche später kam dann die Erkenntnis: "Ich bin so durcheinander. Ich kann ihn einfach nicht aus dem Kopf kriegen. Ich bin wirklich verliebt. Scheiße!" Danach hab ich versucht mich mit meinen Gefühlen abzufinden, was mir dann auch ganz gut gelungen ist. Zu dieser Zeit ist mir dann auch klar gewurden, dass ich damals bei Lehrer 1 auch verliebt war, aber längst nicht so wie bei IHM, weil ich mir das damals noch konsequent ausreden konnte.
I choose to love you in silence because in silence I find no rejection, and in silence no one owns you but me.

Wir geben uns so viel Mühe, das, was wir wirklich fühlen, vor denjenigen zu verbergen, die am dringendsten über unsere wahren Gefühle Bescheid wissen sollten. Die Leute versuchen immer, ihre Gefühle zu unterdrücken, als wäre es irgendwie falsch, ganz natürliche Reaktionen auf das Leben zu haben. (Colleen Hoover - Maybe Someday)

Even though it clearly states “Don’t cross this line”, I can’t take it, no matter who tells me to never cross it, I’ve already stepped over it.
I know the ending is obvious, I know I can’t handle you, but gotta go over the line tonight.
(Day6 - Warning)
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon Becks » 15.01.2013, 00:13

Ich war schon bei IHM sehr durcheinander und irgendwie enttäuscht von mir selbst, nachdem ich auf einmal total geflasht war, als wir uns direkt in die Augen gesehen haben. Ich hatte ja vorher immer diese "Bravo-Girlies" verurteilt, die immer so Leserbriefe geschrieben haben, dass sie ja sooo verliebt in den schnuckeligen neuen Referendar seien, mich immer gefragt, wie man nur so "dumm" sein kann. Tja, und dann verliebe ich mich ausgerechnet mal selber in einen Lehrer, der dann auch noch gleich locker älter als mein Papa ist . . . Irgendwie hab ich es auch als Strafe für meine falsche Einstellung gesehen, damit ich halt mal sehe, dass man sich seine Gefühle nicht aussuchen kann und dass Verlieben nichts mit Intelligenz zu tun hat. Besonders hart getroffen hat es mich halt auch, weil ich vorher noch nie wirklich verliebt gewesen war und dann musste die erste ernsthafte Verliebtheit gleich in einen Lehrer sein . . . Ich hab mich zu sehr geschämt, um es den wenigen Freundinnen, die ich hatte, zu erzählen, aus Angst, sie würden sich von mir abwenden und es vielleicht auch noch IHM "petzen" oder so. Ich hatte schon sehr große Angst, Ärger zu bekommen, falls ER es irgendwie rausfinden sollte, oder, noch schlimmer, mein Bruder, der eh schon immer so eklige Andeutungen gemacht hat, wie ich wohl meine Top-Noten bei IHM bekommen hab, oder meine Eltern. Ich wollte einfach nur, dass es aufhört, weil ich ja von Anfang an wusste, dass ich mir da überhaupt keine Hoffnungen machen brauche. Genießen konnte ich das auf keinen Fall.

Bei IHR . . . Ich hab auch einfach mal fast 2 verdammte Jahre gebraucht, bis ich gecheckt habe, dass ich in sie verliebt bin und ich war einfach nur verdammt unglücklich darüber. Ich wollte nicht schon wieder den selben Scheiß durchmachen und hatte eigentlich gedacht, dass ich bzw. meine Gefühle aus Fehlern gelernt hätten. Zwischendurch hab ich mal versucht, die Gefühle zu genießen, mich ein bisschen in den Träumereien verloren, als die Noten schon so gut wie fest waren, aus Angst, dass ich mich vielleicht niemals wieder verliebe. (Naja, wie ich inzwischen weiß, war diese Angst ja unbegründet, weil ich noch nie so heftig verliebt war wie jetzt und ausnahmsweise mal in einen "normalen" Kandidaten, bei dem ich rein theoretisch evtl. eine Chance hätte, aber das konnte ich ja nicht wissen.) Ich hab mich ziemlich fertig gemacht, vor allem wegen der Noten, weil ich ihr so unbedingt gefallen wollte, obwohl ich gleichzeitig wusste, dass es nix bringt. Ich war mal kurz davor, es meinem besten Freund zu erzählen, hab's dann aber doch nicht getan. Dass das mit ihr außer euch hier auch wieder niemand wusste, hat mich schon ziemlich belastet. Und so kurz vorm Abi wollte ich es mir auch nicht mehr mit ihr verscherzen, also hab ich auch nie ein "Geständnis" abgeliefert.
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon SpeedBär » 19.01.2013, 18:20

Am Anfang war ich verwundert, wieso er mit seinem Verhalten eine so ungeheure Wut oder ein so unfassbares Glück auslösen kann. Nach einem Wutausbruch hat es ca. 6 Tage gedauert, bis ich mich das erste mal gefragt habe, ob es vielleicht "mehr" Gefühle sind. Darüber habe ich mit einer Internetfreundin geschrieben, mit der ich immer noch Kontakt habe. Ein paar Wochen später habe ich mich meiner ersten Freundin anvertraut, diese hat mich auch verstanden. Dann einer anderen Freundin. Und von allen wurde es eigentlich direkt aktzeptiert. Natürlich gab es Sprüche darüber von ihnen, aber im Grunde haben sie mich verstanden bzw. haben es zumindest versucht & das hat mir den Grund gegeben mich an der Sache festzuhalten. Und nun bin ich da, wo ich bin.
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon DieEinsame » 20.01.2013, 10:26

Am 20. Dezember 2011 hatten wir ne Ausstellung, da fiel der erste direkte Augenkontakt und das Lächeln. Ich frage mich bis heute, ob er mich damals schon mehr gemocht hat und ob diese Verliebtheit nicht "auf mich über gegangen" ist. Dann waren in Bayern ja Ferien und der erste Schultag war für mich der 10. Januar. Als er dann reinkam bei der Tür war ich wirklich total unruhig. Es war auf einmal anders. Ich wusste, dass ich ihn sehr mag und dachte mir schon: "Bist du verliebt?" Und diese Nervosität steigerte sich dann bis heute immer mehr. Irgendwann im März, kurz nachdem ich mich hier angemeldet hab, gestand ich es mir dann ein und ließ es auch zu. War mehr ein resignieren und abwarten. "Vllt geben sich die Gefühle ja nach einem Jahr wieder, immerhin ist er ja deutlich älter wie du und dein Klassenlehrer wird er ja auch noch..." Man sieht, wo ich jetzt stehe :lol:
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon Teddy » 03.04.2013, 08:57

Cooles Thema!
Hab vorher die verschiedenen Erlebnisse durchgelesen und man
sieht, wir sind uns alle sehr ähnlich.

Ich habe ihn schon vor der Schule gesehen, als ich mir mit meinen Eltern die Schule anschaute (das war ungefähr mit 14),
aber er ist mir nur als Chorlehrer aufgefallen! Im Nachhinein hatte ich keine Gefühle für ihn.
Ging dann auf diese Schule und hatte ihn auch im Unterricht nicht.
Bis zu dem Tag, wo meine Klassenlehrerin damals sagte: Wenn man in den Freigegenstand Chor geht, dann hat man keine Zeit mehr
zum Lernen und das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich wollte unbedingt hin, weil ich in der Hauptschule auch im Chor war.
Im nachhinein hätte ich auch unterm Jahr dort mitmachen können. Das hat mir meine Klassenlehrerin aber nicht gesagt - gemein finde ich das wen ich so darüber nachdenke.
Am Anfang des 2 Jahres bin ich zu ihm und wollte mich nur erkundigen, weil - nun ja - mir wurde ja nicht unbedingt geholfen dabei.(Blöde Klassenlehrerin)
Als ich vorm Konferenzzimmer stand und so gewartet habe, war mir nicht bewusst was gleich passieren würde.
Er kam raus und ich habe ihn aufgehalten - aber als ich in diese Augen sah - bummmmmmmmmmm.
Daraufhin war es nur umsomehr klar, das ich diesen Freigegenstand machen würde.
Er hat sich sichtlich darüber gefreut, das er wieder jemand neues bekommen würde und das machte mich happy.
Ich hatte keine Probleme es zu akzeptieren, aber ich hatte niemanden dem ich es anvertrauen konnte.
Was jedoch schlimm für mich war, das ich mich das 1.Mal so richtig verliebt hatte. Und das in IHN.
Davor gab es nur kleine Schwärmerein, die aber wieder im Sand verlaufen sind.

lg
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon Matsuda » 11.04.2013, 10:42

Ja... Wie war das.
Er hatte sich nach mir erkundigt, wir fingen an zu reden. Und je öfter wir redeten, desto mehr machte es innerlich bei mir ''Klick'' und ich begann zu realisieren, dass ich mich nicht nur auf seine ''Hilfe'' freute, sondern allgemein immer mehr auf ihn. Irgendwann achtete ich dann auch auf sein Äußeres, auf seine Gesten, auf sein Verhalten. Ich wollte mir nicht eingestehen, dass ich mich verliebt hatte, da ich zu der Zeit auch seit gut 2 Jahren in einer Beziehung steckte. Ich konnte lange nicht darüber sprechen, hab mir eine gefühlte Ewigkeit etwas vorgemacht, da mir was an meiner Beziehung lag und ich Angst hatte, dass sie daran zerbrechen würde, was schließlich auch der Fall war.
Ich saß in irgendeiner Nacht im Mai 2010 auf der Couch und fing an zu weinen, da mir bewusst war: Es gibt kein Zurück. Du hast Dich in diesen Lehrer verliebt.

Da meine Freunde auch mit meinem damaligen Freund befreundet waren, konnte ich nicht einfach so mit ihnen über D. sprechen. Es hat etwa ein Jahr gedauert, bis ich ihnen von D. erzählt habe. Aber ich habe mich nicht wohl dabei gefühlt, nicht ernstgenommen. Ich habe mich erst im Forum wohl und gut aufgehoben gefühlt.



The name is Sherlock Holmes and the address is 221b Baker Street.
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon koolibri » 19.04.2013, 18:37

Bei mir war es auch echt seltsam.
Ich konnte ihn ganz am Anfang überhaupt nicht leiden. Doch nach einer Weile war es ein ganz normales Verhältnis geworden. Dann wurde es der Lieblingslehrer und überhaupt der tollste der ganzen Schule. Und ganz langsam und vorsichtig kamen da plötzlich die Gefühle angekrochen. Aber das hatte ich am Anfang noch gar nicht so richtig gemerkt. Mir selbst ist es erst aufgefallen, als mir einmal bewusst wurde, dass ich auf einmal krampfhaft versuche, ihn ständig zu sehen, ständig über den Weg zu laufen und ständig seinen Blick zu suchen.
And then the one day you find
Ten years have got behind you
No one told you when to run
You missed the starting gun


Deniece Williams / Maurice White
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon Rain » 19.04.2013, 20:17

Das zweite Mal als ich ihn gesehen habe, war ich sofort von seinem Aussehen und seiner Stimme begeistert, was sich auch durchgezogen hat.
Ich habe mich am Anfang zunächst teilweise über sein Auftreten und seiner unsicheren Art lustig gemacht... zudem hat es mich ein wenig genervt, dass er in der ersten Stunde nur zu mir kam und mich verbessert hat - jedoch war ich da dann auch schon nervös, da er nicht viel Wert auf körperliche Distanz gelegt hatte.
Als er dann in der ersten Stunde erzählt hatte, dass er verheiratet sei, war ich eifersüchtig. Ich konnte meinen Blick kaum von ihm abwenden, musste mich an meine Mitschüler halten um mich "richtig" zu verhalten.
Ich konnte es mir selbst nicht erklären.

In einer Stunde ein paar Monate später dann sah er ziemlich bedrückt aus. Als ich fragte ob alles okay sei, wurde er aus meiner Sicht ziemlich unfreundlich. Ich bekam nur ein "Das geht dich gar nichts an" zu hören und das wars.
Ich war verletzt, fühlte mich abgewiesen und wollte unbedingt wissen, was los war.
Ich fragte mich nach dem wieso.
Wieso schmerzt es? Wieso kümmert er mich? Wieso freue ich mich auf jede Stunde? Wieso schlug mein Herz schneller wenn ich seinen Namen irgendwo aufgriff und ihn sah? Wieso war mein erster Satz jeden morgen in der Schule einer, welcher sich nach ihm erkundigte? Und wieso ging ich so an die Decke, wenn ich keine Infos bekam?
Und dann wusste ich es: Ich war verliebt.

Es war ungewohnt, jedoch lebte es sich mit der Einsicht nach und nach leichter. Ich hatte eine Freundin, welche es akzeptiert und mich auch unterstützt hat. Sie stand mir immer bei, fragte täglich, wie es mir mit der Liebe zu ihm geht....genau das, was ich brauchte. Jemand der mir zuhörte.
Später jedoch durfte ich mir anhören, dass ich ihn vergessen solle und dass ich mir eingestehen soll, wie unsinnig das alles sei.
Ich kam mir hintergangen vor und am Ende zerbrach es doch. Schade drum, jedoch ist inzwischen wieder alles soweit okay.
Meine anderen Freunde hatten es alle akzeptiert; ich wusste wem ich was erzählen durfte und wem nicht.
Sie achteten für mich auf Kleinigkeiten wie Blicke oder Gesten und auch heute noch kann ich mit ihnen drüber reden.
Sie sind wohl alle der Ansicht, dass ich nichts mehr für ihn empfinde. Ich lasse sie in dem Glauben.
Wer nicht weiß, wie es mir momentan damit geht, ist immer noch für eine Runde Nostalgie zu haben und stellt keine Fragen. (;
"Und wo ich bin, bist du dabei...."
I’d trade all my tomorrows for just one yesterday...

:ugly:
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon Favole » 19.04.2013, 22:44

Hach ja, wenn ich das alles so lese, muss ich mich auch gleich wieder zurück erinnern.
Meinen Lehrer konnte ich am Anfang null ausstehen. Er war der strenge Typ, vor den alle Respekt hatten, ich die rebellige Göre, die sich mit jedem anlegte. Wir hassten uns.
Dann stutze ich, weil ausgerechnet er sich erkundigte nach meinem Befinden. Wir redeten viel, ich wollte die Gefühle nicht wahrhaben, habe es als Schwärmerei abgetan, gedacht, dass er vlt sowas wie eine Vaterfigur ist und mir deshalb so viel bedeutet und alles. In den Ferien, knappes Jahr später hab ich es mir dann eingestanden. War ein Kampf, bis ich damit umgehen konnte.

Bei ihr war es mir eigentlich sofort klar, dass es ne Schwärmerei ist, etwas ernster wurde es in der Woche in London. Hier ließ ich mich aber recht schnell darauf ein. Wahrscheinlich weil ich in der Zeit meine Gefühle besser annehmen und deuten konnte. Unser Verhältnis ist aber auch herrlich unkompliziert, anders als bei ihm.
Augen sind der Spiegel der Seele. Ich schaute in deine Augen und sah meine Seele...
Wir haben uns nicht gesucht und doch gefunden. Was soll nur aus uns werden?
Ich glaube, ich weiß es, denn dieses Leben ist nicht für uns bestimmt.
Ich sollte mich freuen, weil ich weiß, dass es dich gibt und ich dich gefunden hab.
Danke für alles!


Manche Leute glauben, durchalten mache uns stark, doch manchmal stärkt uns gerade das los lassen. - Hermann Hesse
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*schokoküsse und kekse für alle*
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Re: Eure damaligen Gedanken

Beitragvon Lilablau » 30.04.2013, 16:18

Wenn ich zurückblicke, kann ich wohl sagen, dass es "Liebe auf den ersten Blick" war. Er war halt neu an unserer Schule und dann bin ich am 1. Tag nach den Sommerferien in die Pausenhalle gegangen, hab ihn das erste Mal gesehen und dachte wirklich nur so "Wow...". Das spricht sich dann ja sofort rum, wie die Neuen heißen, was sie unterrichten etc. und als unser Klassenlehrer verkündet hat, dass wir ihn in einem Fach bekommen, hab ich mich riesig gefreut, obwohl ich ja überhaupt nicht wusste, wie er so als Lehrer drauf ist. Und so fing halt alles an. Wobei ich gar nicht so genau sagen kann, ob mir zu dem Zeitpunkt schon bewusst war, dass ich verliebt bin.

Zum Thema Freunden: Ich hatte bzw. habe das Riesenglück, dass ich eine Freundin habe, die zu dem Zeitpunkt in unseren Trainer verliebt war. So konnte ich immer ganz gut mir ihr darüber reden und mach das sogar immer noch, weil die Gefühle immer noch da sind. Meinen besten Freunden habe ich davon nie erzählt und werde das auch nicht tun, weil ich nicht will, dass es so viele wissen bzw. Angst habe, dass wir uns streiten und das so irgendwie an die Öffentlichkeit gelangt. Meinen Eltern habe ich auch nie davon erzählt, wobei meine Mutter wohl schon ein bisschen was gemerkt hat, da ich immer sehr viel und sehr begeistert von ihm geredet habe.
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