Abwesenheit....




Gedichte und Geschichten

Abwesenheit....

Beitragvon LolaStrange » 12.09.2014, 21:10

Hallo Leute, ich würde mich über Feedback von euch freuen :D



Wir lauern auf sicherer Distanz. Immer sind wir uns gegenüber, beäugen uns und lassen uns nicht mehr aus den Augen und ganz schleichend setzt sich dieser Luftzug zwischen uns. Obwohl die Luft schon immer da war, ist sie nun besonders alt und ausgebraucht. Die vergiftete Luft macht uns das Atmen immer schwerer. Wir ringen vergeblich nach dem letzten hoffnungsgebenden Sauerstoffatom, im Glauben, dass wenn Alle weg sind, nichts mehr zwischen uns steht. Und dann plötzlich ist es dunkel. Wir wussten zwar, dass das kommen würde und trotzdem ist es plötzlich. Aber unser Motto lautet: Aufwachen und Weiterleben bis es wieder hell ist und das Spiel von Neuem beginnen kann. Ziemlich lang, diese Dunkelheit dieses Mal, denken wir und vergessen plötzlich, warum wir hier überhaupt wach sind. Und dann nach Jahren von Finsternis schlägt uns schlagartig die strahlende Wärme ins Gesicht, sodass wir vor Fassungslosigkeit nicht ein Wort rausbringen. Das Einzige, was dir einfällt ist, mich anzugrinsen, woraufhin mir natürlich auch Nichts Besseres einfällt, als dasselbe zu tun. Im nächsten Moment wissen wir, dass es auch nichts Besseres gibt. Beinahe können wir uns jetzt berühren, nachdem wir all die Luft, die zwischen uns stand mit dem neuen Zusammenstoß verdrängt hatten. Und als wir euphorisch beginnen zusammen durch die Luft, die durch die Dunkelheit gereiningt wurde, um uns nun so sauber wie nie zu Umhüllen, zu tanzen, bemerke ich wie die Sonne ganz heimlich versucht, von ihr verseuchte Luftteilchen erneut zwischen uns zu zwängen.
Ist das noch Hoffnung, oder schon Naivität?

Lasst uns die Barrikaden fallen lassen und uns von all der Angst verletzt zu werden lösen, denn am Ende werden wir diejenigen sein, die verletzt haben.
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von Anzeige » 12.09.2014, 21:10

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Re: Abwesenheit....

Beitragvon Elsa » 30.09.2014, 09:14

Die unliebsame Pflicht zur Distanz zwischen Zweien sehr treffend in Worte gefasst. Das Gefühl des Unausgesprochenen und Ungeklärten, wenn ich ihm in der Schule über den Weg laufe.
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Elsa
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