Kareninas Ecke




Gedichte und Geschichten

Kareninas Ecke

Beitragvon Medea » 26.11.2016, 15:47

Ich gebe zu: Auch ich schreibe. Nicht besonders viel, aber immer wieder mal ein bisschen. Ich hab jetzt ein bisschen was an alten Texten durchstöbert und geschaut, ob ich davon was herzeigen möchte. Tatsächlich was gefunden ;)
Einiges, das ich anfertige, ist erotische Literatur und damit nicht unbedingt für diese Ecke geeignet, aber Anderes kann ich ja zeigen :)
Hier mal ein erster Text von mir, ist schon länger her, dass ich den verfasst hab.

edit: Ich frag hier mal direkt, ob ich auch Sachen einstellen dürfte, die ich P16 oder P18 raten würde? Wie wird das hier gehandhabt?



Fünf Minuten

Noch nie waren ihre Arme und Beine so schwer gewesen wie jetzt, als sie auf den schweren Holztisch in der Mitte des Raumes zuging, den Test mit der Anzeigetafel nach unten auf ihn legte, und mit zittriger Hand den Wecker stellte.
Fünf Minuten. Das hatten sie ausgemacht. Sie würden die vollen fünf Minuten abwarten, ehe sie gemeinsam den Schwangerschaftstest umdrehen wollten.
Sie stand immer noch vor dem Tisch und hörte wie betäubt dem Ticken der Uhr zu. Die ersten Sekunden verstrichen und sie war sich nicht sicher, ob sie sich auf das Ablaufen der Zeit freute oder nicht.
Fünf unerträgliche Minuten Ahnungslosigkeit, welche ihr Herz pochen und sie gleichzeitig starr vor Angst werden ließen.
Und doch hatte sie das Gefühl, es handle sich um ihre letzten Minuten Sorglosigkeit und Freiheit. Als könnte das, was passiert war, keine Folgen für sie haben, solange sie sich nur nicht damit auseinandersetzte.
Als könnte sie es ungeschehen machen, indem sie beide nicht darüber sprachen.
Und sie sprachen nicht.
Er war auf der schmalen Couch seiner Wohnung sitzengeblieben und starrte vollkommen regungslos in die Leere. Einzig und allein das Wippen seines Fußes unter dem Tisch lies erahnen, dass auch er vor Anspannung kochte.
Als sie seinen Blick suchte sah er ihr kurz in die Augen. Sein Blick war nicht ganz so verzweifelt wie ihrer, aber auch er sah eher aus, als könnte er mehr Halt benötigen als ihr bieten.
Sie konnte sehen, wie er die Anspannung nicht mehr länger ertragen konnte, als er aufsprang und ans Fenster ging. Er sah starr hinaus, doch sie konnte sich nicht vorstellen, dass er die Welt draußen tatsächlich wahrnahm.
Als sie ihm von ihrer Vermutung, schwanger zu sein, erzählte, war er ihr mit blankem Zorn begegnet, als wäre das alles ihre Schuld.
Mit so einer Reaktion hatte sie nicht gerechnet, doch im Grunde kannte sie ihn kaum.
Was wusste sie schon, wie er war?
Zum ersten Mal sah sie ihn bewusst an und versuchte ihre Faszination von ihm auszublenden.
Wenn alles, was sie verliebt machte fehlte, was war es dann, das von ihm blieb?
Ihre Hände verkrampften sich in ihr T-Shirt als sie realisierte, dass es abseits von durchtanzten Nächten, lauen Sommerabenden, der Musik und aufregendem Sex nichts gab, was sie mit ihm verband.
Und mit einem Mal wurde er ihr fremd. Noch am Morgen war sie neben ihm aufgewacht, konnte seine Küsse von letzter Nacht auf ihrer Haut noch beinahe fühlen und nun stand sie hier, neben einem Mann, dem sie eigentlich nichts zu sagen hatte, darauf wartend, zu erfahren, ob er der Vater ihres Kindes würde oder nicht.
Sie schlang ihre Arme um den eigenen Oberkörper. Sich auf diese Weise selbst Halt und Schutz zu bieten, wenn es sonst keiner Tat, war schon lange eine Angewohnheit von ihr.
Doch diesmal war es anders. Nicht nur sich selbst umarmte sich.
Sondern möglicherweise auch ihr ungeborenes Baby.
Als ihr bewusst wurde, was sie da tat, lies sie die Arme sinken.
Sie wollte nichts beschützen, von dem sie nicht einmal wusste, ob es existierte.
Oder, dachte sie bitter, ob sie es haben wollte.
Wenn sie schwanger war, würde sie gehen. Ihr eigenes Leben an diesem Ort mit diesen Menschen zu verbringen war eine Sache, aber wenn sie ein Kind bekommen würde, müsste sie es unter allen Umständen von hier wegbringen.
In Sicherheit.
Für ihr Kleines ein Zuhause finden, welche sie selbst nie gehabt hatte.
Sie würde nicht bei ihm bleiben. Wahrscheinlich wäre es ihm ohnehin nur recht, wenn sie ihre Sachen nahm und ging und er so tun konnte, als sei das alles nicht passiert.
Als sei sie nicht passiert. Als sei sein mögliches Kind nicht passiert.
Quer durch den Raum sahen sie sich einige Sekunden in die Augen und sie sah, dass er ebenso gerne gehen wollte, wie sie. Dass ihn hier nichts hielt, weder sie noch ein Baby.
Sie konnte ihm nichts vorwerfen.
Zum ersten Mal seit langem, ließ sie den Gedanken zu, dass dieses Leben vielleicht nicht das war, was sie wollte. Nicht für ein Kind - und nicht für sich.
Schon so lange war sie umhergetrieben wie ein Blatt im Wind. Es war reiner Zufall, wo sie schlussendlich gestrandet war und ziellos hatte sie sich einfach weiter treiben lassen.
In ihrem Inneren hatte sie schon lange gewusst, dass sie hier nicht bleiben konnte.
Nicht bei ihm. Und auch sonst, war ihr Leben nicht das, was sich eine Mutter für ihr Kind wünschte.
Also musste sie gehen.
Vielleicht für ein Kind.
Auf jeden Fall - für sich.
Keinen Blick warf sie zurück, als sie mit einem Mal entschlossen, beinahe befreit und heiter, auf die Tür zuging.
Als sie die Klinke hinunterdrückte, klingelte der Wecker.
Sie sah nicht mehr zurück.
ehemals Selkie

"So long as you write what you wish to write, that is all that matters: and whether it matters for ages or only for hours, nobody can say." (V. Woolf)

"I am drowning, my dear, in seas of fire." (V. Woolf)

"Jede neue Technologie auf der Erde ist in fünf Jahren überholt. Halte dich an Dinge, die auch in fünf Jahren nicht lächerlich sein werden. Liebe. Ein gutes gedicht. Ein Lied. der Himmel" (Matt Haig)
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Re: Selkies Ecke

Beitragvon xDLailaxD » 26.11.2016, 23:30

Oh Gott das war gerade eine sehr, sehr spannende Geschichte. Geht die noch weiter? Mich frisst die Spannung fast gleich wie die beiden :mrgreen:
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Re: Selkies Ecke

Beitragvon Medea » 27.11.2016, 18:26

freut mich, dass ich dich ein bisschen fesseln konnte :)
Nein, ist ein Oneshot, da kommt nichts mehr.
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Re: Selkies Ecke

Beitragvon Emilia3107 » 28.11.2016, 20:41

Ich finde diese Kurzgeschichte wirklich schön. Die Gefühle der Personen kommen meiner Meinung nach sehr gut zum Ausdruck; die Anspannung der beiden ist deutlich spürbar. Mir gefallen auch der direkte Einstieg und besonders der Schluss - gerade weil man als Leser so unwissend zurückgelassen wird. Mein Kompliment. :thumbleft:
"Und ich lache über mein eigen Herz - und thu ihm seinen Willen." (Goethe: Die Leiden des jungen Werthers) :heart: :fogel:
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Re: Selkies Ecke

Beitragvon Medea » 02.12.2016, 23:49

vielen lieben Dank Emilia :)
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Re: Selkies Ecke

Beitragvon Medea » 22.01.2017, 21:52

so, ich hab in den Winterferien eine "Weihnachtsgeschichte" geschrieben. Hörsaalerotik ab 18, daher extern verlinkt.

http://www.fanfiktion.de/s/58850c180002 ... al-betrat-

und was wirklich ganz anderes: Der Beweiß dafür, dass ich bei meinen Kurzgeschichten bleiben und mir die Dichterei sparen soll ;)

Ich liebe dich wie das Salz,
sagte die Prinzessin.
Meine schönsten Kleider haben keinen Wert
und mein teuerster Schmuck bedeutet nichts.
Aber ich kann nicht leben ohne Salz.
Ohne Salz hat meine Welt keinen Geschmack.
Und mein Körper verlangt danach.
Ich liebe dich
denn du bist das Salz
in meiner Wunde.

edit:
Ich verlink dann auch mal direkt zu anderen meiner Geschichten, die ich direkt nicht posten möchte.

* Draco/Hermine Oneshot, dark! P16
http://www.fanfiktion.de/s/50f469310002 ... ssere-Wohl

* Erotik/Romantik Oneshot, leichtes BDSM - ab 18 AVL!
http://www.fanfiktion.de/s/53fbba360002 ... SM-oneshot

* Lehrer/Ex-Schülerinnen Ding, aus dem ich mal mehr machen wollt..es ist aber bei dem Pilot geblieben.
http://www.fanfiktion.de/s/580bc8f00002 ... l-im-Leben
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Re: Selkies Ecke

Beitragvon xDLailaxD » 22.01.2017, 22:11

Echt super zum lesen und ich würde schon gerne die Fortsetzungen sehen :roll: Besonders von der ersten und er letzten also wo es beide Male um Schülerin bzw. Ex-Schülerin geht. Bin jetzt schon richtig gefesselt, gut gemacht :thumbleft:
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Re: Selkies Ecke

Beitragvon Medea » 22.01.2017, 22:19

danke Laila! :)

zu der ersten überleg ich mir tatsächlich was..wenn nur nicht der Schweinehund so groß wär, wenns ums Fortsetzungen schreiben geht^^ Deshalb werd ich wohl nie Buchautorin ;)
An der letzten Geschichte mach ich wohl nix mehr..
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Re: Selkies Ecke

Beitragvon Medea » 23.02.2017, 16:38

ein bisschen Geschreibsel zwischendurch, grad um das Schreiben zu nem festen Bestandteil zu machen. Nix besonderes also.

Ich schmecke das Salz auf meiner Zunge, wie ich ich dort stehe, zögernd. Ich höre das Rauschen und zum ersten Mal ist es nicht sanft, sondern fordernd, drängend. Ich warte trotzdem. Meine Augen sind geschlossen, aber ich weiß genau, wo ich bin. Ich weiß genau, wie viele Zentimeter mich von dem Wasser trennen, dass immer schon Antwort meiner Sehnsüchte und mir Zuflucht war. Das Meer liegt vor mir und ich weiß, dass es noch zu dunkel ist, um das Blau zu sehen. Gerade noch so ist es Nacht und das Wasser vor mir pechschwarz. Es verrät nichts von den bunten Riffen und Farbenspielen, die es beheimatet. Aber ich weiß, dass es schön ist. Kalt und undurchdringlich zeigt es sich in seiner Größe und ich weiß, ich bin nur ein kleiner Fisch. Ich atme tief ein, die salzige Luft füllt meine Lungen und ich schmecke die Geheimnisse aus den Tiefen des Wassers, von denen manchmal eines an den Strand gespült wird.
Ich öffne die Augen. Über mir die Sterne, vor mir nie enden wollende Dunkelheit. Langsam tappe ich über den sandigen, noch kühlen Boden. Das Wasser umspielt erst meine Füße, dann meine Schenkel und eine feine Gänsehaut überzieht meine Haut.
Das Meer nimmt mich auf und ich treibe ziellos dahin in dem sich langsam tagblau färbenden Wasser. Mein Herz schlägt im Takt der Wellen, mein Blut rauscht wie das Meer. Ein letzter Atemzug und ich tauche hinab in meine Heimat, spüre, wie das Salzwasser in meinen Wunden brennt. Ich öffne die Augen, ignoriere den Schmerz, sehe das erste Tageslicht das Wasser färben. Der Frieden hier draußen berührt mich. Das Salz meiner Tränen vermischt sich mit dem des Meeres. Mit jeder Pore meines Körpers möchte ich eins werden mit dem Meer, meiner einzigen Heimat. Zuflucht jener, die nicht mehr stranden wollen. Ich öffne meinen Mund und meine Lungen füllen sich mit Wasser, während ich nach oben sehe. Über mir die Sterne, unter mir nie enden wollende Dunkelheit. Aber ich weiß, dass es schön ist.
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Re: Kareninas Ecke

Beitragvon Medea » 14.04.2017, 21:30

Und diese Bilder. Was liebt sie diese Bilder. Farben, so hell und warm und echt, dass sie sie fühlt, die Strahlen, die der gemalten Sonne auf dem ewig kalten Papier. Das Rauschen des Blutes in ihren Ohren, das sie für den Herzschlag der dunkelblauen Tiefen des Ozeans hält. Weit – viel zu weit weg –, und doch rinnt ihr das salzige Meer die Wangen hinab. Vor Trauer, vor Rührung, vor Sehnsucht, sie weiß es nicht. Ihre Augen fest auf das Bild vor ihr gerichtet. So steht sie da, ihr Blick wie durch Scheuklappen gebändigt starr zur Wand. Nichts anderes sieht sie, aber zum ersten Mal sieht sie alles. Pinselstriche eines Anderen, die dieser völligen Leere, den nackten, kalten Wänden um sie herum, diesem menschengemachten, steinernen Gefängnis, zärtlich seinen Willen aufgezwungen und Strich für Strich, Farbe für Farbe, Berührung für Berührung fremde Orte erschaffen haben. Aus dem Willen eines Anderen wird eine Welt, ihre Welt, sie hat sie ihm gestohlen. Entlarvt als Voyeurin steht sie da, gieriger als beschämt, und sie saugt sie auf, mit ihren grauen Augen, denen es selbst (wie ihr immer wieder gesagt wird) an Farbe mangelt, sie hungern nach denen des Bildes. Wie ein Vampir giert sie danach. Ihre Pupillen weit geöffnet, ihr Herz auch. Sie badet in den Farben, die ein Anderer gemischt hat, stiehlt seine Kunst, um ihre innerliche Leere zu füllen, das Mandala in ihrem Herzen endlich zu bemalen, mit fremden Farben, weil ihr die eigenen gestohlen wurden. Raubt nun selbst ganze Welten, um überhaupt einmal eine ganz für sich zu haben. Senkt den Blick um die kostbaren Farben nicht zu verschütten, schließt die Augen – und öffnet sie für niemandes mehr.
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