Kleine Gedichte, die zu unserem kleinen "Problem"




Gedichte und Geschichten

Beitragvon Haru » 17.11.2008, 18:39

Wow, die gehen mir wirklich nahe... *melancholisch werd*
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von Anzeige » 17.11.2008, 18:39

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Beitragvon Reika » 17.11.2008, 19:08

*nick*

Danke Kiki, lieb von dir.
“Even if life is painful and tough, people should appreciate what it means to be alive at all.” (Yatogami | 夜ト)

"You still have that question, even now?"
"I know. I was over it. But even though you get over it once, the same questions return."
(aus Digimon Tri: Ketsui)

You're looking for answers, but answers aren't looking for you,
because life is a gradual series of revelations that occur over a period of time,
it's not some carefully crafted story, it's a mess and we're all gonna die.
(The End of The Movie - Crazy Ex-Girlfriend)
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Beitragvon Hortensie » 26.11.2008, 20:27

*schneuz* *zustimm* Ja genau! *schnief*
Parting is all we know of heaven
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Beitragvon Kiki » 27.11.2008, 17:26

*alle drei in eine fette Umarmung an mich reiß und zu trösten versuch* :wink:

Vielen Dank ihr drei, ich finde sie auch voll tiefgehend und berührend. Ich stelle noch ein paar rein, die mir auch noch gefallen haben:

1.) Die Liebe zu dir ist mutig,
wie ein kleiner weißer Schmetterling,
der in den lauen Sommerabend fliegt,
um sein kurzes Leben zu genießen.

Die Liebe zu dir ist stark und wild,
wie eine Löwin,
die im Kampf um ihre Jungen sterben würde.

Die Liebe zu dir ist süß,
wie ein großes Schokoladeneis,
dass ich als Kind so liebte.

Die Liebe zu dir ist bitter,
wie Medizin,
weil die Sehnsucht nach dir manchmal so groß ist,
dass sie schmerzt.

Doch all dies möchte ich nicht mehr missen,
denn all dies gibt meinem Leben seinen Inhalt.



2.) “Hey, sie bedeutet dir doch etwas.
Reiß dich doch mal zusammen
und zeig es ihr
Tag für Tag, Nacht für Nacht.”

“Sie ist Schülerin, du Lehrer.
Reiß dich doch mal zusammen
und bleib einfach kalt.
Diese Beziehung hält doch nicht,
so ist das halt.”

Es spricht das Herz,
es spricht der Verstand.
Der Verstand geht durch den Mund,
das Herz durch die Hand.

“Siehst du nicht, wie sie für dich fühlt?
Merkst du nicht die Wärme,
wenn du mit ihr zusammen bist,
mit der sie dich umhüllt?”

“Es geht nicht und es darf nicht sein.
Du kannst doch kaum noch arbeiten,
dich auf irgendetwas konzentrieren.
Und die Gefühle machen dich klein!”

Und so geht es weiter, Tag für Tag.
Der Verstand macht das Herz so klein,
sodass es Angst hat
und kaum noch etwas zu sagen vermag.

Ich hoffe, dass irgendwann der Zeitpunkt kommt,
an dem das Herz den Verstand endlich besiegt,
bevor der Verstand das Herz erstickt,
bis es keine Luft mehr kriegt.

Es wäre so schade, um dich und deine Person.
Dein Herz verdient es so sehr zu lieben
und der Verstand wäre jetzt mal an der Reihe,
für eine Zeit lang keine Luft zu kriegen.

Und eins wirst du hoffentlich irgendwann erkennen,
dass der Verstand dich nicht zu dem macht, was du bist
und dass das Wichtigste im Leben immer sein wird,
das dass Herz nicht weint und glücklich ist.



3.) Es tut so weh, wenn…

… man die Nähe eines Menschen spürt, und niemand steht neben einem.
… man Nachts aufwacht, und die Person, die man eben noch sah,
verschwunden ist.
… man jemanden ganz nah ist, und ihn trotzdem nicht greifen kann.
… man traurig ist, und niemand ist da, um die Tränen aufzufangen.
… die Stille um einen herum von niemanden gebrochen wird.
… die Hoffnung noch vor den Wünschen stirbt.
… man erkennt, dass Träume ewig nur Träume bleiben.
… man jemanden liebt, den man gar nicht lieben darf.



4.) Seitdem du da bist,
habe ich aufgehört,
nach mir zu suchen.
Du hast mir gezeigt,
wer ich bin.
Ich will an dir
nie vorüber gehen,
denn an deiner Seite
fühle ich mich unbezwingbar.
Nur lernen musst du noch,
dass ich gekommen bin,
um zu bleiben,
denn ich sehe dich immer,
wie du wirklich bist
und beurteile dich nie
nachdem,
was du gerade tust.

Meine Hand
ist immer ausgestreckt,
um dich zu halten
oder auch
dich ein Stück auf deinem Weg
zu führen.
Lange darauf gewartet,
auf etwas, dass nie sein wird.
Mit der Hoffnung daran,
zu finden, was es nicht gibt.
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Beitragvon Haru » 27.11.2008, 21:27

Die sind soooo wunderschön!! :cry:
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Beitragvon Hortensie » 27.11.2008, 22:22

jaaaaaaaaaa!... Endlich mal ein Gedicht das von der Liebe eines Lehrers zu einer Schülerin schreibt! Echt toll...
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Beitragvon Reika » 28.11.2008, 15:11

*Hortensie zustimm* die sind echt rar, leider!
“Even if life is painful and tough, people should appreciate what it means to be alive at all.” (Yatogami | 夜ト)

"You still have that question, even now?"
"I know. I was over it. But even though you get over it once, the same questions return."
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Re: Kleine Gedichte, die zu unserem kleinen "Problem"

Beitragvon Kiki » 27.12.2008, 23:30

1.) Ich sitze hier und bin allein.
Mache mir tausend Gedanken,
doch sie beginnen immer zu schwanken.
Zurück zu dem Moment,
indem ich dich das erste Mal sah.
Allein der Gedanke an dich
lässt mich unendliche Sehnsucht spüren.
Sehnsucht nach einem Moment mit dir.
Ich versinke in meinen Träumen,
male mir Bilder aus, wie es sein könnte
mit dir…
Doch was passiert in der Wirklichkeit?
Erwachen tue ich natürlich allein.
Wie kann das gehen,
dass man Dinge vermisst,
die nie wirklich existiert haben
und die nie Bestand haben werden?
Manchmal trifft man einen Menschen,
der einen verzaubert,
der einem Seiten zeigt, die noch verborgen waren.
Sie bringen Gefühle hervor, von denen man dachte,
dass man nie in dieser Weise fühlen könnte.
Und dann, ganz plötzlich, spürt man,
dass diese Gefühle nicht erwidert werden.
Aber wie auch?
Es gibt Dinge, die unausgesprochen bleiben,
vor lauter Angst,
Bestätigung dieser unerwiderten Liebe zu erhalten.
Und irgendwann kommt der Zeitpunkt,
wo man sich wieder sieht, das zweite Mal im Leben.
Vielleicht bin ich ja dann nicht mehr so allein.
Allein mit meinen Gefühlen und kann verstehen,
was in mir vorgeht.
Kann dir dann vielleicht von dem Glück erzählen,
dass du mir bringst, wenn du nur in meiner Nähe bist,
weil ich gelernt habe, mich zu verstehen
und zu meinen Gefühlen zu stehen.
Du hast mir soviel gegeben, doch für andere war es nichts.
Du hast es nicht gewusst, doch unbewusst warst du da,
immer.

[b]2.) Du fieberst dem Augenblick entgegen,
dann ist es endlich so weit, er kommt herein,
die meisten interessieren sich nicht
für das, was er tut,
für das, was er sagt,
sie nehmen zur Kenntnis, dass er da ist - mehr nicht.

Bei dir ist das anders,
seit einer Weile schon.
Du hast gemerkt, dass du ihn vermisst,
ist er mal nicht da,
du kannst es niemandem sagen.
Du denkst, wie es wohl wäre, mit ihm 
durch den Park zu schlendern.
wie es wohl wäre, ihn zu küssen,
wie es wohl wäre, ihn leidenschaftlich zu lieben,
wäre er ein leidenschaftlicher Liebhaber?

Du weißt es nicht
und wahrscheinlich wirst du es auch nie erfahren.
Als deine Sitznachbarin dich anstupst
und sagt, er hätte gerade eine Frage gestellt,
kommst du aus deinen Träumen zurück in das Klassenzimmer
und versuchst, dich an die Frage zu erinnern,
die er gerade gestellt hat,
dein Lehrer, deine heimliche Liebe.
Lange darauf gewartet,
auf etwas, dass nie sein wird.
Mit der Hoffnung daran,
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Re: Kleine Gedichte, die zu unserem kleinen "Problem"

Beitragvon Haru » 27.12.2008, 23:49

Oh, das berührt so voll, ich könnt heulen.. :cry: *heute wiedermal total melancholisch ist*
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Re: Kleine Gedichte, die zu unserem kleinen "Problem"

Beitragvon Reika » 28.12.2008, 04:47

Du fieberst dem Augenblick entgegen,
dann ist es endlich so weit, er kommt herein,
die meisten interessieren sich nicht
für das, was er tut,
für das, was er sagt,
sie nehmen zur Kenntnis, dass er da ist - mehr nicht.

Bei dir ist das anders,
seit einer Weile schon.
Du hast gemerkt, dass du ihn vermisst,
ist er mal nicht da,
du kannst es niemandem sagen.
Du denkst, wie es wohl wäre, mit ihm
durch den Park zu schlendern.
wie es wohl wäre, ihn zu küssen,
wie es wohl wäre, ihn leidenschaftlich zu lieben,
wäre er ein leidenschaftlicher Liebhaber?

Du weißt es nicht
und wahrscheinlich wirst du es auch nie erfahren.
Als deine Sitznachbarin dich anstupst
und sagt, er hätte gerade eine Frage gestellt,
kommst du aus deinen Träumen zurück in das Klassenzimmer
und versuchst, dich an die Frage zu erinnern,
die er gerade gestellt hat,
dein Lehrer, deine heimliche Liebe.


Kommt mir doch sehr bekannt vor xD - besonders der Anfang. Hach... :( *in solchen Moment mich wahnsinnig danach zurücksehne, ihn im Unterricht zu haben*
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Re: Kleine Gedichte, die zu unserem kleinen "Problem"

Beitragvon Kiki » 28.12.2008, 14:56

Ja, genauso ging es mir auch - über 2 Jahre lang... ich kenne das Gefühl, es zerreißt einem innerlich und also bei mir war es so, dass in den ganz schrecklichen Momenten nur noch eine kalte Leere war, nichts mehr sonst - und dann wusste ich wieder, dass nur er diese Leere und Kälte auffüllen konnte. (tut mir leid, wegen der kitschigen Einlage... :oops: )
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Re: Kleine Gedichte, die zu unserem kleinen "Problem"

Beitragvon Kiki » 28.12.2008, 17:29

Ja, ich weiß, was du meinst.
Und zu dieser Zeit habe ich das Gedicht hier gefunden, ich finde es eins der schönsten:

Komm,
tanz mit mir
im rosaroten Ballsaal
der Gefühle.
Lass uns sanft schweben
über das Parkett
der Erinnerung.

Trunken vor Glück
umspielt das himmelblaue
Kleid der Träume
sanft meinen
Körper.

Halt mich,
und tanz mit mir
über die Schwelle des Verstandes.
Heillos versunken
im Rhythmus der Liebe.

Tanz mit mir…
Ein letztes Mal
in die Stille der Unendlichkeit.
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Re: Kleine Gedichte, die zu unserem kleinen "Problem"

Beitragvon Reika » 28.12.2008, 17:41

Omg, das ist wunderschön... nein, mehr als das... o.o unsagbar schön *mich gerade in das Gedicht verliebt hab*
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Re: Kleine Gedichte, die zu unserem kleinen "Problem"

Beitragvon sunshine » 28.12.2008, 17:42

Ja, das ist echt hammer O.o
*in erinnerungen über "Meine Ballbekleitung steht neben mir" schwelg :(*
Anti-Ticker! sch_wayne
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Re: Kleine Gedichte, die zu unserem kleinen "Problem"

Beitragvon Kiki » 28.12.2008, 17:57

:oops: Gott, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll :oops:
1000 Dank an euch :thumbleft: :D
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